Bayreuth kämpft um Predigerseminar

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Bayreuth kämpft um Predigerseminar

Oberbürgermeister sieht am alten Standort wertvolle Synergieeffekte

Die Stadt Bayreuth kämpft weiterhin um den Erhalt des landeskirchlichen Predigerseminars, das im vergangenen Jahr auf sein fünfzigjähriges Bestehen zurückblicken konnte. In Briefen an Landesbischof Johannes Friedrich (München) und Synodalpräsidentin Heidi Schülke (Coburg) hat Bayreuths Oberbürgermeister Dieter Mronz seine "ernste Besorgnis" um die Zukunft der Ausbildungsstätte angesichts der Beschlusslage des Landeskirchenrats geäußert. Die städtische Sorge gelte auch der kirchlichen Hochschule für evangelische Kirchenmusik, die räumlich und wirtschaftlich eng mit dem Predigerseminar verbunden ist.

Mronz weist darauf hin, dass die Gebäude des Predigerseminars und der Hochschule - beide Bauwerke der frühen fünfziger Jahre - als Baudenkmäler unter Denkmalschutz stehen. Zu Überlegungen, den Standort für Studentenwohnungen zu nutzen, äußerte sich Mronz ablehnend. Es fehle hierfür der örtliche Bedarf. Überdies bestehe gegenwärtig keine Aussicht auf eine Förderung von Wohnheimprojekten für Studenten.

Nach Überzeugung von Mronz bietet der "wertvolle Doppelstandort" eine optimale Synergie für einen gemeinsamen Betrieb der beiden kirchlichen Institutionen. Eine ähnlich sinnvolle Synergie sieht er bei der gemeinsamen Verkündigung des Evangeliums und bei der Begleitung der Menschen in Wort, Lied und Musik. Mronz verweist abschließend auf die hohen städtischen Leistungen für das kirchliche Ausbildungszentrum in der Vergangenheit. Er erhoffe sich eine "konstruktive Zukunftslösung" für die beiden Einrichtungen, auch im Interesse des vielfach bedrängten Oberfranken.

(Artikel vom 10.01.2005)