Bayerischer Filmpreis: Hannelore Elsner bekommt Ehrenpreis für Lebenswerk

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Bayerischer Filmpreis: Hannelore Elsner bekommt Ehrenpreis für Lebenswerk

Produzentenpreis für Familiendrama "Das Blaue vom Himmel"

Die Schauspielerin Hannelore Elsner hat den Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises verliehen bekommen. Elsner sei eine "Grande Dame des Kinos und fantastische Schauspielerin", erklärte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) bei der Preisverleihung am Freitagabend im Münchner Prinzregententheater. Mit ihrer Wandelbarkeit, ihrer Leidenschaft und der ungeheuren Bandbreite ihres Spiels fasziniere und beeindrucke sie die Zuschauer. In ihrem neuesten Kinofilm "Das Blaue vom Himmel" spiele Elsner eine an Demenz erkrankte Frau und zeige damit erneut die "großartige Bandbreite ihrer Schauspielkunst", so Seehofer.

Der Produzentenpreis in Höhe von 200.000 Euro ging an Uli Aselmann für die Produktion des Familiendramas "Das Blaue vom Himmel". Die aufwändige Produktion werde nicht nur höchsten künstlerischen Ansprüchen gerecht, sondern ziehe auch das Publikum in ihren Bann, hieß es in der Begründung der Jury. Der mit 10.000 Euro dotierte Regiepreis ging an Tom Tykwer für seinen Liebesfilm "Drei", ebensoviel Geld bekam die Hauptdarstellerin Sophie Rois als "beste Darstellerin".

Weitere Auszeichnungen in Höhe von 10.000 Euro gingen an den Schauspieler Edgar Selge für seine Rolle in dem Drama "Poll", an den Drehbuchautoren Florian David Fitz für sein Buch "Vincent will meer" und den Kameramann Matthias Fleischer für die Bilder von "Das Lied in mir". Für "Plug & Play" über die Zukunft der Roboter wurde Jens Schanze mit dem Dokumentarfilmpreis ausgezeichnet. Bester Nachwuchsregisseur ist Sebastian Stern. Er bekam den Preis für seinen tragikomischen Film "Die Hummel", der von einem Kosmetikvertreter handelt. Die Auszeichnung für den besten Kinderfilm erhielten Holger Tappe und Reinhard Klooss für die "Konferenz der Tiere".

Als beste Nachwuchsdarsteller wurden Paula Beer für ihre Rolle im Film "Poll" und Jacob Matschenz sowie Burak Yigit für ihre Schauspielkunst in dem Film "Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung" ausgewählt. Sie bekamen 5.000 Euro ebenso wie Silke Buhr für ihr Szenenbild in "Poll". Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrecht an Filmwerken (VGF) ging an Ralf Westhoff für seinen Film "Der letzte schöne Herbsttag", eine heiter-melancholische Geschichte einer modernen Zweierbeziehung.

Der Bayerische Filmpreis wird seit 1979 vergeben und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen in der Filmbranche. (0058)

(Artikel vom 14.01.2011)