"Eigensinniger und gefährlicher Abbaukurs"

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

"Eigensinniger und gefährlicher Abbaukurs"

Oberbürgermeister sucht landeskirchlichen Beistand gegen Pläne der Universität

Die Stadt Bayreuth bangt um die Lehrerausbildung an der Universität Bayreuth. In einem Brief an Landesbischof Johannes Friedrich beklagte Oberbürgermeister Dieter Mronz, dass die Universitätsleitung trotz vielfacher Proteste "an ihrem eigensinnigen und gefährlichen Abbaukurs" bei der Lehrerbildung festhalte. Der Verlust von 500 qualifizierten Studienplätzen für Grund- und Hauptschulen würde Mronz zufolge zu einer schweren Schädigung der Region führen. Überdies befürchtet das Stadtoberhaupt, dass die Rekrutierung von Lehrern künftig erschwert werde, und ein qualifizierter flächendeckender Unterricht gefährdet sei.

Mronz weist darauf hin, dass die Universität Bayreuth in den siebziger Jahren als regionale Entwicklungsinstitution gegründet worden sei. Neben dem Freistaat setze die Stadt Bayreuth auch auf die Unterstützung der evangelischen Landeskirche. "Einem solch desaströsen Kahlschlag" an der Universität könnten nur noch übergeordnete Verantwortungsebenen in den Arm fallen. Als einen "Leuchtturm von Solidarität" begrüßte Mronz den Beschluss der Landessynode im November vergangenen Jahres zur Erhaltung der regionalen Lehrerbildung in Bayreuth.

(Artikel vom 18.01.2005)