Gegenveranstaltungen zur Nato-Konferenz in München
Gegenveranstaltungen zur Nato-Konferenz in München
Nicht-militärische Krisenintervention als Thema
Friedensgruppen organisieren zwei Gegenveranstaltungen zur 41. Nato-Sicherheitskonferenz vom 11./12. Februar in München, wie am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erklärt wurde. Bei einem von der Petra-Kelly-Stiftung, der Heinrich-Böll-Stiftung und kirchlichen Gruppen organisierten Podium am Freitag, 11. Februar, werden Möglichkeiten und Erfahrungen nicht-militärischer Krisenintervention diskutiert. Ein "differenziertes Wissen um diese Instrumente ist nicht einmal innerhalb der Friedensbewegung, geschweige denn der allgemeinen Öffentlichkeit sehr verbreitet", so eine Sprecherin.
Beim Kongress "Frieden und Gerechtigkeit gestalten" vom Donnerstag, 10. Februar, bis Sonntag, 13. Februar, werden unter anderem der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter und der Präsident des Indischen Instituts für Frieden, Abrüstung und Umweltschutz Balkrishna Kurvey sprechen und Foren leiten. Schirmherr Professor Hans-Peter Dürr, Träger des Alternativen Nobelpreises, forderte bei der Pressekonferenz ein konsequentes Zusammengehen aller Gruppen in der Friedensbewegung, auch wenn man sich in Einzelfragen nicht einig sei.
Der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) wartet weiterhin auf eine Antwort von UN-Generalsekretär Kofi Annan auf seine Ende November schriftlich geäußert Bitte um ein Grußwort für die beiden alternativen Friedenskonferenzen, hieß es bei der Pressekonferenz. Annan nimmt an der Nato-Konferenz teil. Ude hatte darauf hingewiesen, dass die Gegenveranstaltungen "von namhaften Institutionen der deutschen und internationalen Friedensbewegung organisiert" werden und die Themen Konfliktverhütung und die Entwicklung von nicht-militärischen Lösungen internationaler Konflikte behandelt werden.


