Das Stichwort: Das katholische Hilfswerk "Kirche in Not"

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Das Stichwort: Das katholische Hilfswerk "Kirche in Not"

Das internationale katholische Hilfswerk "Kirche in Not" wurde 1947 von Werenfried van Straaten gegründet. Der niederländische Prämonstratenser setzte sich für Vertriebene aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs ein. Er rief zur Versöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern auf und sammelte für sie Nahrung und Kleidung.

1952 begann die Hilfe für die verfolgte Kirche in Osteuropa. Gelder flossen vor allem in die Reparatur verfallender Kirchen und die Priesterausbildung im Baltikum. Seit 1975 ist das pastorale Hilfswerk mit seinem internationalen Sitz in Königstein im Taunus angesiedelt. Mit jährlich rund 70 Millionen Euro werden verfolgte, bedrängte und Not leidende Christen in mehr als 130 Ländern unterstützt.

Zu den Schwerpunkten der Hilfsaktionen zählt die Ausbildung mittelloser Priester und Ordensleute durch sogenannte Mess-Stipendien. Geld gibt es zudem für Bücher, Fahrzeuge und den Bau von Unterrichtsgebäuden. In ehemals kommunistischen Ländern unterstützt "Kirche in Not" seit 1992 Projekte zur Neuevangelisation. Kirchliche Strukturen sollen wieder aufgebaut, Frauengemeinschaften unterstützt, religiöse Bücher und Radioprogramme verbreitet sowie Katecheten und Laien ausgebildet werden.

In 17 Ländern ist die Organisation mit Nationalbüros vertreten. Das Büro der deutschen Sektion befindet sich in München. Im Jahr 2004 organisierten die Nationalsekretariate von Deutschland, Österreich und Schweiz/Liechtenstein in Augsburg erstmals den Kongress "Treffpunkt Weltkirche".

Die Veranstaltung gab beispielsweise den Startschuss für das Projekt "Beichtmobil". Der zum mobilen Beichtstuhl umgestaltete VW-Bus, der von Gemeinden kostenlos ausgeliehen werden kann, soll seitdem Menschen in Deutschland neu für die Beichte begeistern. (0328)

(Artikel vom 18.02.2011)