Landesbischof Friedrich: Für Menschen in Japan beten

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Landesbischof Friedrich: Für Menschen in Japan beten

Synodalpräsidentin Deneke-Stoll begrüßt Moratorium der Bundesregierung

Der bayerische evangelische Landesbischof, Johannes Friedrich, hat zu Gebeten für die Opfer des Tsunami und der Atomkatastrophe in Japan aufgerufen. "Trotz der räumlichen Entfernung fühlen wir uns den Menschen in Japan in ihrer Verzweiflung und Angst nahe", erklärte Friedrich am Dienstag in München. Zusammen mit der Diakonie bat die Evangelisch-Lutherische Landeskirche um Spenden für die Betroffenen im Katastrophengebiet.

"Als Christen wissen wir, dass Gott unsere Gebete hört", so Friedrich. "Darum bitten wir alle Christen, heute und in den nächsten Tagen die Menschen in Japan in ihr Gebet einzuschließen." Der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, Ludwig Markert, teilte mit, die Diakonie Katastrophenhilfe stehe in Kontakt mit Kirchen und Gemeinden in Japan. Die betroffenen Menschen in Japan müssten "so viel Beistand wie möglich" erhalten. Die Situation verändere sich stündlich, "und zwar leider zum Schlechteren", erklärte Markert. Noch immer sei das ganze Ausmaß der Katastrophe nicht abzuschätzen.

Die Präsidentin der Landessynode, Dorothea Deneke-Stoll, begrüßte das am Montag verkündete Moratorium der Bundesregierung für die Laufzeit von Atomkraftwerken als "wichtigen Schritt in die richtige Richtung". Sie rief die Bundesregierung auf, ihre Zusagen einzuhalten und die deutschen Kernkraftwerke baldmöglichst auf ihre Sicherheit hin überprüfen zu lassen.

Nach wie vor ungelöst sei das Problem der Endlagerung von Atombrennstoffen, erklärte Deneke-Stoll. Selbst wenn ein Endlager gefunden würde, bürdete man nachfolgenden Generationen eine über Zehntausende von Jahren strahlende Hypothek auf. Das sei ein Zeitraum, der alle menschliche Verantwortbarkeit überschreite. (0543)

(Artikel vom 15.03.2011)