Kinderhaus als Pilotprojekt

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Kinderhaus als Pilotprojekt

Bayreuther Diakonie sieht sich in der Vorreiterrolle

Erstmals in Bayern werden die Zielsetzungen des künftigen bayerischen Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes räumlich konkret umgesetzt. Das Diakonische Werk Bayreuth plant gegenwärtig den Neubau eines Kinderhauses, das sich architektonisch an den Stil des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser anlehnt. Die altersübergreifende Einrichtung wird für Kinder von null bis zwölf Jahren geöffnet sein. Auch behinderte und chronisch kranke Kinder können in dem Kinderhaus aufgenommen werden.

"Mit diesem Projekt hat die Diakonie Bayreuth eine Vorreiterrolle in Bayern übernommen", sagte die zuständige Abteilungsleiterin der Diakonie, Alexandra Röthlingshöfer. Allerdings gebe es bislang noch keine staatlichen Richtlinien für die Baukostenförderung. Der Bayreuther Landtagsabgeordnete Walter Nadler kündigte an, dass die bayerische Sozialministerin Christa Stewens das Projekt - geschätzte Kosten rund 1,5 Millionen Euro - noch im Februar begutachten werde. Der Bayreuther Stadtrat hat das Kinderhaus, das an die Stelle einer konventionellen Kindertagesstätte treten soll, am 26. Januar in seinen Kinderbedarfsplan aufgenommen. Baubeginn ist voraussichtlich im Jahr 2007.

(Artikel vom 27.01.2005)