Ein lebendiges Netz aus Freundschaften

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Ein lebendiges Netz aus Freundschaften

Ausstellung "Die Weiße Rose. Gesichter einer Freundschaft" in Münchner Uni

Das Thema Freundschaft innerhalb der Widerstandsgruppe "Die Weiße Rose" steht im Mittelpunkt einer Wanderausstellung, die am Freitag in der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität eröffnet wurde. Die Schau "Die Weiße Rose. Gesichter einer Freundschaft" möchte die Personen in den Vordergrund stellen, um "die Menschen wieder lebendig werden lassen", sagte Stephan Scholz von der Kulturinitiative Spuren e.V. bei der Eröffnung.

"Wir wollen zeigen, dass die Mitglieder der 'Weißen Rose' keine unerreichbaren Vorbilder sind, sondern Menschen, die sehr intensiv gelebt haben", erklärte die Gestalterin der Ausstellung, Annette Schöningh. Auf Schautafeln werden mittels Briefen und Aussagen von Zeitzeugen die Ideale und die Lebenswirklichkeit von Hans Scholl, Alexander Schmorell, Sophie Scholl und ihrer Freunde dargestellt. Zwei Tafeln widmen sich speziell der nationalsozialistischen Wirklichkeit in München.

Mit "Weiße Rose" waren die Flugblätter unterschrieben, die im Sommer 1942 von München aus verbreitet wurden und zum Widerstand aufriefen. Hans und Sophie Scholl wurden bei der Verteilung am 18. Februar 1943 in der Münchner Universität verhaftet und zusammen mit Christoph Probst am 22. Februar 1943 verurteilt und hingerichtet.

Die Ausstellung wurde gemeinsam von der Münchner Kulturinitiative Spuren e.V. und der Freiburger Kulturinitiative e.V. konzipiert und ist vom 1. bis 13. Februar im Thomas-Mann-Saal der Ludwig-Maximilians-Universität München zu sehen. Sie ist Montag bis Freitag 10 bis 22 und Samstag 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Stationen der Ausstellung sind Weilheim, Köln (August 2005) und Bozen (September/Oktober 2005).

(Artikel vom 28.01.2005)