"Forum Soziales Bayern" nimmt Arbeit auf

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

"Forum Soziales Bayern" nimmt Arbeit auf

Politiker und Spitzenvertreter von Körperschaften und Verbänden im Gespräch

Auf Einladung des bayerischen Sozialministeriums hat sich am Dienstag in München ein "Forum Soziales Bayern" zu seiner ersten Sitzung getroffen. Vertreter der Landtagsparteien, der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände, der bayerischen Bezirke, der kommunalen Spitzenverbände, der bayerischen Wirtschaft, des DGB und einzelner anderer Organisationen aus dem sozialen Bereich nahmen teil. Ziel sei es, "Akteure im sozialen Bereich in Bayern zu regelmäßigem Informationsaustausch über aktuelle Entwicklungen und fachspezifische Diskussionen an einen Tisch zu bringen", so Sozialministerin Christa Stewens.

Es wurden vier Ausschüsse gebildet, die sich mit Zielvorstellungen im sozialen Bereich, mit Entbürokratisierung und Deregulierung, mit den Strukturveränderungen im sozialen Bereich durch Hartz IV und Ausführungsbestimmen zum Sozialgesetzbuch beschäftigen sollen. Die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege begrüßte bei einer Pressekonferenz die Gründung des Forums als einen Beitrag, dem Sozialen in der Gesellschaft einen größeren Stellenwert zu geben.

Landescaritasdirektor Prälat Karl-Heinz Zerrle forderte als Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft vor der Presse eine genauere Dokumentation der sozialen Gesamtsituation in Bayern durch die Staatsregierung. Er äußerte die Meinung, dass die Auftaktveranstaltung des Forums "gelungen" sei, während andere Teilnehmer am Ende der zweistündigen Sitzung von "mangelhafter Vorbereitung" sprachen. Oberkirchenrat Helmut Hofmann sagte als Vertreter der bayerischen evangelischen Landeskirche, dass Urteile zu früh seien. Es müsse vor allem die Arbeit in den Ausschüssen abgewartet werden.

Das Forum Soziales soll sich laut Staatsministerin Stewens Mitte Juli wieder treffen. Sie kündigte weiter einen bayernweiten Tag der Offenen Tür in Sozial- und Pflegeeinrichtungen im Herbst an.

(Artikel vom 01.02.2005)