Glückwunschreigen für Bedford-Strohm

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Glückwunschreigen für Bedford-Strohm

Katholische Bischöfe hoffen auf gute Zusammenarbeit mit dem neuen evangelischen Landesbischof in Bayern

Vertreter aus Politik und Kirche haben dem Bamberger Theologieprofessor Heinrich Bedford-Strohm zu seiner Wahl zum neuen evangelischen Landesbischof in Bayern gratuliert. Die Vertreter der katholischen Kirche hoffen auf eine weiterhin gedeihliche ökumenische Zusammenarbeit, die Politik würdigte Bedford-Strohm als "anerkannte Stimme des Glaubens" und als "politischen Kopf".

Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx sagte, es freue ihn, dass mit Bedford-Strohm ein "bekannter und profilierter Theologe und international ausgewiesener Ökumeniker an die Spitze der bayerischen Landeskirche tritt". Er wünsche ihm für die neue Aufgabe "Gottes Geleit und seinen Segen". Die "durch vielfältige verlässliche und vertrauensvolle Kontakte auf allen Ebenen" gepflegte ökumenische Zusammenarbeit wolle er "fortführen und entwickeln", sagte Marx.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) würdigte Bedford-Strohm als "anerkannte Stimme des Glaubens in Kirche und Gesellschaft". Der 51-Jährige habe sich als Wissenschaftler in der evangelischen Theologie große Anerkennung erworben. Spaenle, der als Kultusminister für die Beziehungen zwischen Staat und Kirche zuständig ist, bot dem künftigen Landesbischof "eine enge und konstruktive Zusammenarbeit" an. Dabei werde es "auch um Fragen der Wertevermittlung gehen", so Spaenle.

Der SPD-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Markus Rinderspacher, verband mit der Wahl Heinrich Bedford-Strohms die Hoffnung, "dass er als politischer Kopf soziale Themen offensiv in die gesellschaftliche Debatte unseres Landes einbringt". Mit dem Theologieprofessor werde ein ausgewiesener Sozialethiker "oberster Hirte der evangelischen Christen in Bayern", sagte der Fraktionsvorsitzende.

Bambergs Erzbischof Ludwig Schick richtete mit seinen Glückwünschen an Bedford-Strohm die Bitte, dass das "gewohnte gute ökumenische Miteinander in Bayern, speziell in Oberfranken", weiterhin gute Früchte tragen solle. Eine gute Zusammenarbeit zwischen katholischer und evangelischer Kirche sei gerade im Bereich des Erzbistums Bamberg, dem einzigen bayerischen Diaspora-Bistum, von besonderer Bedeutung.

Gleichzeitig dankte Schick dem scheidenden Landesbischof Johannes Friedrich für sein Wirken während dessen zwölfjähriger Amtszeit: "Ich habe ihn als einen engagierten und überzeugten Mitchristen im Dienst an der Frohen Botschaft erleben dürfen", sagte der Erzbischof.

Der 51-jährige Bedford-Strohm war am Montag in der Münchner St. Matthäuskirche bei der Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern im sechsten Wahlgang zum neuen Landesbischof gewählt worden. Er folgt im Amt auf Johannes Friedrich (62), dessen Amtszeit am 31. Oktober endet. (0782)

(Artikel vom 04.04.2011)