Hochschullehrer, EKD-Vizepräses und Medienfachmann

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Hochschullehrer, EKD-Vizepräses und Medienfachmann

Münchner Theologieprofessor Schibilsky gestorben (mit Bild)

Der Münchner Theologieprofessor Michael Schibilsky, der auch Leitungsämter in der bayerischen evangelischen Landeskirche und der EKD innehatte, ist am Dienstag im Alter von 58 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Als Hochschullehrer mit dem Schwerpunkt Praktische Theologie und Diakonie-Wissenschaft und als ausgewiesener kirchlicher Medienfachmann hat Schibilsky die evangelische Theologie und Publizistik, in Deutschland mit geprägt.

Der weltoffene Lutheraner, der aus einer westfälischen Pfarrerfamilie stammt und 1996 von Bielefeld an die Münchner Universität wechselte, war Vizepräsident der EKD-Synode und Mitglied der bayerischen Landessynode. Wie der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung betonte, habe Schibilsky als Hochschullehrer und Pfarrer "Herzensbildung in die Tat" umgesetzt.

Vor seiner Berufung nach München war Schibilsky, der auch ein Zeitungsvolontariat absolviert hat, Direktor des Evangelischen Presseverbandes für Westfalen und Lippe und Chefredakteur der in Bielefeld erscheinenden Kirchenzeitung. An der Nahtstelle zwischen Theologie und Öffentlichkeit hat Schibilsky über den kirchlichen Tellerrand hinausgesehen: Nach seiner Überzeugung müsse die Kirche auch ihre "distanzierten" Mitglieder stärker beachten und auch die Medien für die Verbreitung ihrer Inhalte einsetzen. Weite Beachtung fand sein Vorschlag, die Bibel mit Hilfe von Prominenten neu in die aktuelle Umgangssprache zu übersetzen.

(Hinweis an die Redaktionen: Porträt folgt bis 13.00 Uhr)

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(Artikel vom 09.02.2005)