Erster Gemeindebrief in 3D veröffentlicht

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Erster Gemeindebrief in 3D veröffentlicht

Die Augsburger evangelisch-lutherische Gemeinde "Heilig Kreuz" hat am Freitag den deutschlandweit ersten in 3D-Technik produzierten Gemeindebrief herausgebracht. "Aus der Tiefe des Raumes" lautet der aktuelle Titel des drei Mal jährlich erscheinenden Gemeindebriefes. Mithilfe einer beigelegten 3D-Brille erscheint das Titelbild - für das bloße Auge nur unscharf erkennbar - in dreidimensionaler Optik. In dem 20 Seiten umfassenden Heft sind noch zwei weitere 3D-Bilder abgedruckt. Sie zeigen, wie auch das Titelbild, den aktuellen Konfirmandenjahrgang.

"Der Gemeindebrief ist wie eine Visitenkarte für eine Gemeinde", sagte Andreas Ratz, Pfarrer von "Heilig Kreuz", am Freitag dem epd. Leider seien viele Gemeindebriefe im Hinblick auf Layout und Optik nicht besonders fortschrittlich. Gemeindebriefe seien vor allem in Deutschland verbreitet, erklärte Ratz weiter. Von daher gehe er davon aus, dass der Augsburger 3D-Gemeindebrief nicht nur deutschland-, sondern auch weltweit der erste seiner Art ist.

Der 3D-Gemeindebrief geht auf Jürgen Heimbach, den Vater einer Konfirmandin, zurück. "Wir müssen neue Wege suchen, um das Interesse der Leute zu wecken", begründete er seine Idee. Dank der Spende eines Augsburger Unternehmens konnte die Gemeinde die Produktionskosten des Gemeindebriefes in Höhe von 1.500 Euro finanzieren. Die Auflagenhöhe des kostenlosen Heftes liegt bei 1.800 Stück für die 1.650 Mitglieder zählende Gemeinde.

Der Gemeindebrief ist eine wichtige Kommunikationsform für die Gemeinden. Laut einer Studie der Evangelischen Landeskirche in Bayern wird der Gemeindebrief von zwei Dritteln der Protestanten in Bayern regelmäßig oder gelegentlich gelesen. Mit 98,1 Prozent bringt nahezu jede evangelische Gemeinde einen eigenen Gemeindebrief heraus. (0832)

(Artikel vom 08.04.2011)