Bayerns Protestanten unterstützen tschechische Kirchen
Bayerns Protestanten unterstützen tschechische Kirchen
"Aktion Fastenopfer 2005" wird am Wochenende in Passau eröffnet
Bayerns Protestanten unterstützen in diesem Jahr die Sozial- und Jugendarbeit kleiner Kirchen in Tschechien. Die "Aktion Fastenopfer 2005" wird am Sonntag (13. Februar) in Passau mit einem Festgottesdienst und einem Empfang der Landeskirche eröffnet. Am Samstag lädt die Stadt zu einem Empfang. Repräsentanten der tschechischen Kirchen nehmen an beiden Tagen teil. Die Hilfsaktion steht unter dem Motto "Auf den Wegen guter Nachbarschaft - Unsere Schwesterkirchen in Tschechien"
Die "Aktion Fastenopfer", die jährlich durchgeführt wird und in der Fastenzeit beginnt, wurde von der bayerischen Landeskirche 1991 ins Leben gerufen, um die kirchliche und diakonische Arbeit kleinerer Kirchen in Osteuropa zu unterstützen. Der Hilfsfonds speist sich aus der Kollekte aller bayerischen Kirchengemeinden am Eröffnungssonntag und Spenden. "Nach jahrzehntelanger Unterdrückung des Gemeindelebens durch den kommunistischen Staat stehen die kleinen Minderheitskirchen Tschechiens vor großen missionarischen und sozialen Herausforderungen", heißt es in einem Aufruf der bayerischen Landeskirche zur diesjährigen Aktion.
Partner der Landeskirche sind die "Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder" (rund 163.000 Mitglieder), die "Schlesische Evangelische Kirche Augsburger Bekenntnisses" im tschechisch-polnischen Grenzgebiet (rund 35.000 Mitglieder), die "Hussitische Kirche" (rund 100.000 Mitglieder) und die "Orthodoxe Kirche in den Böhmischen Ländern" (rund 54.000 Mitglieder).
Der Leiter der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder, Synodalsenior Joel Ruml (Prag), der beim Festgottesdienst predigen wird, erklärt im Begleitheft der Aktion, dass die großen Kirchen von den Erfahrungen kleiner Kirchen in Osteuropa lernen können: "Wir sind geprägt von der Erfahrung einer Kirche, die gesellschaftliche Macht und Prestige verloren hat und die lernen musste und muss, nicht an dem Gefühl der Machtlosigkeit zu leiden." Nirgendwo in Europa sei es den Kommunisten so stark gelungen, die Arbeit aller Kirchen zurück zu drängen wie in Tschechien.
(Hinweis an die Redaktionen: Korrespondentenbericht folgt)


