Kreativ gegen soziale Ausgrenzung
Kreativ gegen soziale Ausgrenzung
Münchner Künstlerin initiiert Projekt "Lebenslinien" in Würzburg - epd-Gespräch: Carina Rösch
Mit einem Kunstprojekt am bundesweiten Tag der Bahnhofsmission (16. April) will die Münchner Künstlerin Christiane Huber den Gästen der Würzburger Einrichtung ihr kreatives Potenzial aufzeigen. Sie wolle die Gäste der Bahnhofsmission bei ihrer Aktion "Lebenslinien" dazu ermutigen "kreativ zu sein und selbst etwas zu gestalten", sagte Huber am Mittwoch dem epd. Es seien sowohl die Gäste der Bahnhofsmission als auch die Besucher der Veranstaltung dazu eingeladen, auf der großformatigen Leinwand eine Spur zu hinterlassen, so die Künstlerin.
Bei dem Projekt, das sie auch schon einmal in Passau und in München initiiert hat, sollen die Teilnehmer mit einem Ölstift eine Linie von einem Ende einer Leinwand zum anderen zeichnen. Die "Lebenslinien" träfen und ergänzten sich und gäben schließlich ein großes Ganzes, sagte sie: "Dabei assoziieren viele Teilnehmer diese Linie automatisch mit ihrem Leben und beginnen, dazu ihre Geschichte zu erzählen."
Für die Münchnerin ist bei dem Projekt "der Prozess wichtiger als das Ergebnis". Es gehe ihr darum, "die Menschen dazu zu ermutigen, ihr Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen". Huber hatte von 2008 bis 2010 die künstlerische Leitung des Projekts "Jetzt sind wir am Zug - mit Kunst und Kreativität gegen soziale Ausgrenzung" inne. An diesem Projekt waren sieben bayerische Bahnhofsmissionen beteiligt. (0875)


