Friedensforscher fordert internationale Behörde zur Konfliktlösung

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Friedensforscher fordert internationale Behörde zur Konfliktlösung

Rund 5.000 Menschen zur Demonstration gegen Sicherheitskonferenz erwartet

Der Präsident des Indischen Instituts für Abrüstung und Umweltschutz, Balkrishna Kurvey, hat höhere finanzielle Mittel und mehr politisches Engagement für eine zivile Konfliktbearbeitung gefordert. "Um Kriege zu vermeiden, müssen außerdem auf internationaler Ebene multilaterale Behörden gegründet werden", sagte der Friedensforscher bei der internationalen Friedenskonferenz am Freitagabend in München. Anlass für die Veranstaltung ist die dreitägige "Internationale Konferenz für Sicherheitspolitik", die in diesem Jahr zum 41. Mal stattfindet.

Waffen und Gewalt seien keine Lösung für eine Konfliktlösung, sondern würden den Terrorismus nur noch weiter stärken. Stattdessen sollten demokratische Regierungsformen gefördert werden. Auch in die Bildung müsse investiert werden, um "moralische und ethische Denkweisen auszuprägen", so Kurvey.

Der Friedensexperte Horst-Eberhard Richter warnte vor einem Erstarken des Feindbildes "Islamismus". Es sei eine Irreführung der westlichen Welt, wenn US-Präsident Bush von einer islamischen Bedrohung spreche, wenn er dieses Feindbild mit seiner Politik selbst aufbaue. Richter forderte von den Politikern und Teilnehmern der Sicherheitskonferenz, eine "echte Friedenskonferenz" zu veranstalten, bei der auch Abrüstungs- und Konfliktlösungsexperten sowie Friedensaktivisten teilnehmen.

Neben der internationalen Friedenskonferenz, die noch bis Sonntag dauert, ist am Samstagmittag eine große Demonstration gegen die Sicherheitskonferenz geplant. Zu der Kundgebung unter dem Titel "Für Frieden und soziale Gerechtigkeit - Nein zu Krieg und Militär!" werden laut Veranstaltern rund 5.000 Demonstranten erwartet, die Polizei rechnet jedoch mit weniger Teilnehmern.

(Artikel vom 12.02.2005)