Fränkische "Communität Casteller Ring" schließt Thüringer Außenstelle
Fränkische "Communität Casteller Ring" schließt Thüringer Außenstelle
Die evangelische "Communität Casteller Ring" verlässt nach 15 Jahren das Erfurter Augustinerkloster. Damit schließe die Gemeinschaft mit Sitz auf dem unterfränkischen Schwanberg bei Würzburg ihre letzte Außenstelle, teilte die landeskirchliche Pressestelle mit. Zur Verabschiedung der Schwestern ist am 8. Mai in Erfurt ein Gottesdienst mit der mitteldeutschen Landesbischöfin Ilse Junkermann vorgesehen.
Die Schwesternschaft begründete ihren Rückzug mit der wachsenden Bedeutung des Klosters in der Lutherdekade, der sie nicht mehr gerecht werden könne. Die Gemeinschaft war in der 1996 eröffneten Station verantwortlich für die täglichen Stundengebete und für Gottesdienste in der Augustinerkirche. Ein weiterer Schwerpunkt war die Bewirtschaftung der Klosterstube als Café und Begegnungsstätte.
Zudem waren die Schwestern in die Arbeit von Kirchgemeinden in der Innenstadt eingebunden. Ein Teil der Arbeit wie regelmäßige Gebete solle künftig mit Ehrenamtlichen weitergeführt werden, hieß es. Für die Seelsorge, die Gottesdienste und die Bildungsarbeit sei eine neue Pfarrstelle eingerichtet worden. Bis zu deren Besetzung würden die Aufgaben von Oberkirchenrat Christhard Wagner und dem pensionierten Propst Joachim Jaeger übernommen.
Die Gemeinschaft hat gegenwärtig knapp 40 Mitglieder. Ihre Mitglieder leben nach der benediktinischen Klosterregel "ora et labora" (bete und arbeite). Dazu gehören auch die lebenslange Bindung an den Orden sowie Gütergemeinschaft, Ehelosigkeit und "mündiger Gehorsam". Die vier Erfurter Schwestern des Casteller Rings sind zwischen 46 und 66 Jahre alt.
Internet: www.schwanberg.de (0962)


