Evangelische Erwachsenenbildung will interreligiösen Dialog vorantreiben
Evangelische Erwachsenenbildung will interreligiösen Dialog vorantreiben
Die evangelische Erwachsenenbildung will "Lobbyarbeit für den interreligiösen Dialog" betreiben. Das hat der Vorsitzende, Pfarrer Hans Jürgen Luibl (Erlangen), am Wochenende bei der Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung in Bayern (AEEB) im fränkischen Pappenheim betont. Auch der theologische Leiter der AEEB, Pfarrer Jens Colditz, erklärte, die Einrichtungen der evangelischen Erwachsenenbildung müssten eine "Plattform" sein und die gesamtgesellschaftliche Tragweite des interreligiösen Gesprächs im Blick haben.
Besonders in Fragen des alltäglichen Lebens stelle er sich mehr interreligiöse Gespräche vor, so Colditz. So fragten sich beispielsweise auch Muslime, "wie sie mit ihren älter werdenden Eltern umgehen sollen". Colditz wies ferner darauf hin, dass Integrationsprobleme gleichzeitig Bildungsprobleme seien: "Und wir haben einen Bildungsauftrag."
Der Arbeitsgemeinschaft für Evangelische Erwachsenenbildung gehören nach Angaben von Geschäftsführerin Lieselotte Goldhammer 81 Einrichtungen in Bayern an. Sie bieten im Jahr rund 37.000 Veranstaltungen an. Der Freistaat Bayern förderte die AEEB im vergangenen Jahr mit 1,85 Millionen Euro, die Landeskirche gab etwa eine Million Euro. (1045)


