Kirchenmusiker-Fortbildung im Predigerseminar
Kirchenmusiker-Fortbildung im Predigerseminar
Vorstoß des Bayreuther Stiftungskuratoriums beim Landeskirchenrat
Die ungenutzten Räume des Bayreuther Predigerseminars sollen künftig für die Fortbildung der evangelischen Kirchenmusiker in Bayern verwendet werden. Diese Zielvorstellung hat die Förderstiftung für evangelische Kirchenmusik Bayreuth in einem Antrag an den Landeskirchenrat formuliert. Ein entsprechendes Konzept sei vom Senat der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth beschlossen worden, betonen der frühere Landeskirchenmusikdirektor Hans-Martin Rauch und der Rektor der Hochschule, Karl Rathgeber, im Auftrag des Stiftungskuratoriums.
Schon jetzt biete die kirchliche Hochschule Fortbildungskurse in den Räumen des Predigerseminars an. Dieses Angebot solle erweitert und verbessert werden. Eine Fremdnutzung der Predigerseminarräume oder ein Leerstand würde zur Einstellung der Fortbildung führen. Dagegen könne mit einer kirchlichen Nutzung ein wichtiges Zeichen für die ganze Region gesetzt werden. Zugleich werde die Hochschule dadurch aufgewertet und in ihrem Bestand gesichert. Zur Untermauerung ihres Antrages verweisen Rauch und Rathgeber im Auftrag des Kuratoriums auf eine Ankündigung der Oberfranken-Stiftung, sich an den notwendigen Investitionskosten für die Fortbildung mit einem Drittel zu beteiligen.
Nach einem Beschluss des Landekirchenrats soll das Predigerseminar noch in diesem Jahr aufgelöst werden. Die Schließung kann nur mit Zustimmung der evangelischen Landessynode erfolgen. Das Predigerseminar ist mit der Hochschule für evangelische Kirchenmusik seit über fünfzig Jahren räumlich und wirtschaftlich eng verbunden. In den letzten Monaten wuchs bei kirchlichen Repräsentanten Oberfrankens die Sorge, von einer möglichen Schließung des Predigerseminars könne auch die Zukunft der Hochschule für evangelische Kirchenmusik berührt werden.


