Bachelor- und Master-Studiengänge noch nicht akzeptiert

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Bachelor- und Master-Studiengänge noch nicht akzeptiert

Hochschulexperten aber für Einführung dieser Abschlüsse

Bachelor- und Masterstudiengänge haben sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Das haben Hochschulexperten beim Symposium der Hanns Martin Schleyer-Stiftung "Humboldt neu denken" in München am Freitag erklärt. Dennoch sei das neue System grundsätzlich vernünftig.

"Ein Problem sind die unterschiedlichen Signale aus der Wirtschaft", erklärte der bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel. Die großen Unternehmen akzeptierten zwar den Bachelor als Abschluss, stellten aber oft Engländer mit dieser Qualifikation ein, die im Schnitt drei Jahre jünger als die deutschen Absolventen seien. Zudem ständen kleinere Unternehmen dem kürzeren Bachelor-Studiengang oft noch skeptisch gegenüber. Goppel sprach sich jedoch für die konsequente Einführung der neuen Abschlüsse bis 2010 aus.

Professor Detlev Müller-Böling, Leiter des CHE-Centrums für Hochschulentwicklung in Gütersloh, betonte, dass der Bachelor nicht als Schmalspurdiplom diskriminiert werden sollte. Die Studiendauer sollte beim Bachelor wie beim Master je nach Studiengang flexibel gehandhabt werden. Verschiedene Teilnehmer des Symposiums unterstützten die Forderung des Münchner Universitätsrektors Bernd Huber, angesichts des internationalen Wettbewerbsdrucks das Profil der einzelnen deutschen Universitäten zu schärfen und Kernkompetenzen auszuweisen, um eine Abwanderung der Wissenselite zu verhindern.

(Artikel vom 18.02.2005)