Armutsbekämpfung mit Öko-Landwirtschaft

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Armutsbekämpfung mit Öko-Landwirtschaft

Studie von Entwicklungsorganisationen und Naturschützern

Die ökologische Landwirtschaft kann nach Ansicht von Entwicklungsexperten einen wichtigen Beitrag zur Armutsbekämpfung in den Ländern des Südens leisten. Für Kleinbauernfamilien sei der Öko-Landbau eine echte Alternative zur konventionellen Landwirtschaft, stellt eine gemeinsame Studie von Naturschutzorganisationen, Öko-Anbauverbänden und Entwicklungsorganisationen fest, die am Donnerstag in Nürnberg vorgestellt wurde.

Der Öko-Landbau verringere die Abhängigkeit der Kleinbauern in Entwicklungsländern von teuren Betriebsmitteln, vermindere die Krisenanfälligkeit und gewährleiste die nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen. Außerdem gebe die Öko-Idee den Bauern wieder die Selbstverantwortung für ihr Handeln zurück, die ihnen die industrielle Landwirtschaft genommen habe.

75 Prozent der 1,2 Milliarden Armen auf der Welt leben der Studie zufolge in ländlichen Gebieten. Die Erhöhung ihrer landwirtschaftlichen Produktivität müsse Hand in Hand mit der Erhaltung der Umwelt gehen, um die ländlichen Räume lebensfähig zu erhalten.

An der Studie "Ökologische Landwirtschaft - ein Beitrag zur nachhaltigen Armutsbekämpfung?" sind der Evangelische Entwicklungsdienst, das katholische Hilfswerk Misereor, die Naturschutzverbände NABU und WWF sowie der Öko-Anbauverband Naturland beteiligt. Sie ist über das Forum Umwelt und Entwicklung (Bonn) erhältlich. E-Mail: info@forumue.de.

(Artikel vom 24.02.2005)