Bundesweite Razzia gegen rechtes Internetradio

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Bundesweite Razzia gegen rechtes Internetradio

Unter Federführung der Berliner Staatsanwaltschaft ist am Dienstagabend eine bundesweite Razzia gegen ein rechtsextremistisches Internetradio durchgeführt worden. Durchsucht wurden Räume in Bayern, Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt, teilte die Berliner Polizei am Mittwoch mit. Dabei seien umfangreiche Beweismittel aufgefunden und beschlagnahmt worden, darunter auch die Computer für den Sendebetrieb, der in der Folge zusammenbrach.

Zudem wurden mehrere Beteiligte vorübergehend festgenommen, darunter die 28-jährige Hauptverdächtige in der Hatzfeldallee in Berlin-Tegel, die gerade auf Sendung war, eine 29-Jährige in Castrop-Rauxel (Nordrhein-Westfalen), ein 35-Jähriger in Penig (Sachsen), ein 31-Jähriger in Görlitz (Sachsen) und eine 25-Jährige in Stein (Bayern).

In dem rechtsextremistischen Radio wurden nach Angaben der Polizei seit Februar im 24-Stundenbetrieb eine Vielzahl volksverhetzender Musiktitel gesendet. Zudem soll öffentlich zu Gewalt und Straftaten aufgefordert und Symbole des Staates verunglimpft worden sein. Auch die Moderatoren hätten sich volksverhetzend geäußert. Gegen sie wird ermittelt. (1267)

(Artikel vom 01.06.2011)