Führungswechsel bei der Evangelischen Frauenarbeit
Führungswechsel bei der Evangelischen Frauenarbeit
Frauen gehören zu den Verlierern der Globalisierung
Elke Beck-Flachsenberg (62), wissenschaftliche Referentin beim Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (Nürnberg), ist zur neuen Vorsitzenden der Evangelischen Frauenarbeit in Bayern (EFB) gewählt worden. Sie löst Pfarrerin Sabine Ost (Markt Einersheim) ab, die nicht mehr kandidierte. In dem Dachverband sind 22 evangelische Frauenverbände zusammengeschlossen.
Bei ihrer Mitgliederversammlung in Stein bei Nürnberg befasste sich die Evangelische Frauenarbeit mit den Folgen der Globalisierung. Weltweit wanderten jedes Jahr 800.000 Frauen auf der Suche nach Arbeit in andere Länder, sagte die Nürnberger Soziologin Claudia Lauterbach. Viele verdingten sich in reichen Ländern als Dienstmädchen, Betreuerinnen von Kindern und Pflegebedürftigen, leisteten Hausarbeit oder sexuelle Dienste.
Die Arbeitsmigration mache sie zum Opfer des internationalen Frauenhandels. In Italien koste eine Ukrainerin 7.000 Euro, eine Albanerin 2.500 Euro, erklärte die Soziologin. Zwang, Täuschung, Schuldknechtschaft und Gewalt sei das Schicksal dieser Frauen und Mädchen. Frauen gehörten eher zu den Verlierern als den Gewinnern der Globalisierung


