Landeskirche hat Geldsorgen "im Griff"
Landeskirche hat Geldsorgen "im Griff"
"Kirche vor Ort" ist Schwerpunkt der evangelischen Landessynode in Augsburg
Die bayerische evangelische Landeskirche hat ihre Geldsorgen "im Griff". "Das ehrgeizige Ziel, das Haushaltsvolumen um 90 Millionen Euro zu reduzieren, ist so gut wie erreicht", teilte die Landeskirche am Mittwoch in München mit. Bei der Tagung der Landessynode, die vom 10. bis 14. April in Augsburg stattfindet, müssten allerdings noch "letzte Beschlüsse" getroffen werden. Diese sollen unter anderem ermöglichen, die Personalausgaben von 77 Prozent des Nettokirchensteueraufkommens im Jahr 2002 auf 65 Prozent zu senken.
Neben den Finanzen soll die "Kirche vor Ort" zum Thema der traditionellen Frühjahrstagung werden. Dabei sollen die 108 Synodalen darüber beraten, wie Kirche auch in Zukunft handlungsfähig bleiben kann und welche Strukturen langfristig verändert werden sollen. Außerdem müssen Vorlagen und Eingaben bearbeitet werden, in denen es unter anderem um die Zukunft der Kirchenmusik und die Zusammenlegung der Predigerseminare von Bayreuth und Nürnberg geht.
Zum ersten Mal soll auf der Synode auch ein Preis verliehen werden: Prämiert werden soll der "schönste Gemeindebrief in Bayern". Von den insgesamt 1.139 Gemeindebrief-Redaktionen in Bayern haben sich 284 um die Auszeichnung beworben. Synodalpräsidentin Heidi Schülke und Landesbischof Johannes Friedrich sollen die Preise am Dienstag, 12 April überreichen, so die Mitteilung.
Die Landessynode bildet gemeinsam mit Landesbischof, Landeskirchenrat und Landessynodalausschuss die Kirchenleitung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Zu den Aufgaben der Landessynode, die zwei Mal jährlich tagt, gehört unter anderem die kirchliche Gesetzgebung, die Verabschiedung des Haushalts und die Wahl des Landesbischofs. Von den insgesamt 108 Synodalen, die bis 2008 im Amt sind, sind 34 Mitglieder Theologinnen und Theologen und 71 Mitglieder Ehrenamtliche.


