Ausländer protestieren gegen Neonazi-Aufmarsch
Ausländer protestieren gegen Neonazi-Aufmarsch
Münchner Ausländerbeirat ruft zur Teilnahme an Gegen-Kundgebung auf
Der Ausländerbeirat der Stadt München hat am Mittwoch alle ausländischen Vereine zur Teilnahme an einer Anti-NPD-Kundgebung am Samstag (02. April) in München aufgerufen. Damit könne der Einsatz der Ausländer für eine "demokratische Stadtgesellschaft" unterstrichen werden, heißt es in dem Aufruf.
Zur Kundgebung am Samstag auf dem Münchner Marienplatz um 10 Uhr hatten bereits das Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat, dem Vertreter der Kirchen, der Hochschulen, der Gewerkschaft und der Stadt München angehören, und die Weiße-Rose-Stiftung eingeladen. Neonazis aus ganz Deutschland wollen an diesem Tag auf Einladung der so genannten "Kameradschaft München" zwei Kundgebungen, einen Demonstrationszug und ein Rockkonzert auf der Oktoberfestwiese und an anderen Stellen der Stadt abhalten.
In der von Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) unterzeichneten Einladung zur Gegenveranstaltung heißt es unter anderem: "Wir überlassen München nicht den Neonazis." Es sei "unerträglich, dass 60 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung der Konzentrationslager Neonazis ihre rassistischen und antisemitischen Ideologien verbreiten".


