Kirchensteuer weiter rückläufig

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Kirchensteuer weiter rückläufig

Die evangelische Landeskirche Bayerns hat im vergangenen Jahr knapp acht Prozent weniger Kirchensteuern eingenommen als 2003. Insgesamt beliefen sich die laufenden Einnahmen aus der Kirchensteuer auf 448,6 Millionen Euro gegenüber 486,9 Millionen im Jahr davor, bestätigte der zuständige Finanzreferent, Oberkirchenrat Claus Meier am Freitag dem epd.

Gegenüber 2000, dem Jahr mit den historisch höchsten Kirchensteuer-Einnahmen, belaufe sich der Rückgang auf 69,2 Millionen Euro, so Meier. Für das laufende Jahr rechne er mit weiteren für die Kirche negativen Auswirkungen der beiden letzten Stufen der Steuerreform. So erwarte er bei der Kirchenlohnsteuer, die rund 86 Prozent der Kirchensteuereinnahmen ausmache, für 2005 nur noch Einnahmen von 377 Millionen Euro - 14,5 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Bei der Kircheneinkommenssteuer rechne er mit einem Rückgang von knapp 7,5 Prozent.

Nach dem von der Kirchenleitung beschlossenen Haushaltskonsolidierungspaket muss die Landeskirche in den Haushaltsjahren 2002 bis 2005 insgesamt rund 57,4 Millionen Euro einsparen. Durch weitere Ausgabenkürzungen soll das Gesamtziel der Konsolidierungsmaßnahmen von Einsparungen in Höhe von 90 Millionen Euro erreicht werden. Entscheidende Bedeutung kommt dabei nach den Worten Meiers der Verminderung der Personalausgaben zu.

(Artikel vom 01.04.2005)