Belegungsrückgang zwingt Mütterkur-Klinik in die Knie
Belegungsrückgang zwingt Mütterkur-Klinik in die Knie
Evangelisches FrauenWerk kann Defizit nicht mehr tragen
Das FrauenWerk der evangelischen Landeskirche in Stein bei Nürnberg muss seine Reha-Klinik in Regen vorübergehend stilllegen. Die Auslastung der Klinik Weißenstein, die der medizinischen Vorsorge und Rehabilitation für Frauen dient, war laut Mitteilung des FrauenWerks vom Dienstag in den vergangenen Jahren so rückläufig, dass die Defizite nicht mehr aufgefangen werden können. Viele andere Müttergenesungs-Einrichtungen und Reha-Kliniken hätten ähnliche Probleme, erklärte FrauenWerks-Geschäftsführerin Gabriele Müller-Rückert.
Das FrauenWerk hofft, dass die Schließung nicht von Dauer ist und neue Nutzungsmöglichkeiten gefunden werden. Entsprechende Konzepte würden in enger Kooperation mit der Stadt Regen und dem Landkreis entwickelt, sagte Müller-Rückert. An der Grundausrichtung auf Frauen und Familien werde sich nichts ändern. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden im laufenden Jahr noch für sechs Monate Verträge erhalten. Die Vertragsbefristung sei unumgänglich geworden, nachdem eine verlängerte Winterpause und der Einsatz von Kurzarbeit im vergangenen Jahr nicht die erwartete Finanzentlastung gebracht hätten.
Zum FrauenWerk Stein gehören zwei weitere Reha-Kliniken für Frauen und Kinder in Oberstdorf und Aschau. In diesen beiden Einrichtungen sei die Auslastung gut, betonte Müller-Rückert. Die durch die diversen Gesundheitsreformen verursachten Belegungsrückgänge hätten sich dort schneller wieder normalisiert. Die Oberstdorfer Klinik wurde 2004 komplett renoviert, in Aschau steht heuer eine Renovierung und Erweiterung an.


