Gedenken an 9/11 zum Auftakt des Friedenstreffens

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Gedenken an 9/11 zum Auftakt des Friedenstreffens

Am zehnten Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA beginnt in München ein internationales Friedenstreffen. Dabei wollen hochrangige Vertreter aus Politik und Weltreligionen drei Tage zusammenkommen und über Frieden beraten. Während des Treffens soll es am Jahrestag der Anschläge von New York eine Gedenkfeier geben, zudem soll auf dem Münchner Marienplatz ein abschließender Friedensappell unterzeichnet werden, wie das Erzbistum München und Freising als Gastgeber und Mitveranstalter mitteilte.

Zu dem Friedenstreffen der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio haben auch Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (alle CDU) ihr Kommen zugesagt. Merkel wird am 12. September Stellung zur aktuellen politischen Lage nehmen. Bei den rund 40 Podiumsdiskussionen werde es bis zum 13. September um das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen gehen. Sie befassen sich mit Themen wie Rechtsextremismus, Ausgrenzung, den Nahost-Konflikt und den "arabischen Frühling".

Neben zahlreichen Bischöfen werden auch jüdische und islamische Religionsvertreter erwartet. Für die evangelische Kirche werden an dem Treffen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, sowie der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und bayerische Landesbischof, Johannes Friedrich, teilnehmen. Der katholische Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx wird am 12. September über "Europa und seine Verantwortung in der Welt" sprechen.

Die Veranstaltung unter dem Motto "Zusammen leben - unsere Bestimmung: Religionen und Kulturen im Dialog" wird am 11. September mit einem Gottesdienst im Münchner Liebfrauendom eröffnet. Die Gedenkfeier mit Bundespräsident Wulff beginnt um 14.30 Uhr auf dem Münchner Marstallplatz. Die Veranstalter rechnen beim Friedenstreffen insgesamt mit mehrere tausend Besuchern.

Das Internationale Friedenstreffen, das den Dialog unter den Religionen fördern soll, findet jährlich an unterschiedlichen Orten statt. Die Idee entstand vor 25 Jahren anlässlich des Weltgebetstags des damaligen Papstes Johannes Paul II. in Assisi.

Internet: www.friedenstreffen.de (1846)

(Artikel vom 29.08.2011)