Gerechter Friede bleibt christliche Aufgabe

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Gerechter Friede bleibt christliche Aufgabe

Konsultation zur "Dekade zur Überwindung von Gewalt" zieht Halbzeitbilanz

Rund 140 Vertreter christlicher Kirchen und Basisgruppen haben bei einer Konsultation der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (AcK) in Freising bei München eine gemischte Zwischenbilanz der weltweit begangenen "Dekade zur Überwindung von Gewalt" gezogen. Georg Schütz, Referent in der Ökumenischen Centrale der AcK, erklärte am Donnerstag vor der Presse, dass die Aktion zwar in vielen Gemeinden Resonanz gefunden und Konfliktlösungsstrategien angestoßen habe, aber "noch nicht im Mainstream des Vollzugs kirchlicher Arbeit verankert werden konnte". Die Dekade war 1998 bei der Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Harare (Simbabwe) für den Zeitraum von 2001 bis 2010 ausgerufen worden.

Der Studienleiter am Ökumenischen Institut der Universität Heidelberg, Fernando Enns, einer der Initiatoren der Dekade, betonte vor der Presse, dass die Suche nach gewaltfreien Konfliktlösungsstrategien zu den ureigenen Aufgaben der Kirche gehöre. Es gehe dabei "um nicht weniger als ihre Glaubwürdigkeit". Heiko Lietz, Sprecher der ökumenischen Basisgruppen, merkte an: "Unser besonderes Augenmerk gilt den mannigfaltigen Erscheinungsformen der strukturellen Gewalt im Bereich der Wirtschaft, des internationalen Handels und der Finanzpolitik, und intensiven Bemühungen, wie sie zu überwinden sind."

Auf dem Programm der Konsultation, die unter dem Motto "Gerechter Friede - Leben in einer gefährdeten Zukunft" steht und bis Samstag dauert, steht der Entwurf einer Perspektivagenda für die kommenden fünf Jahre der Dekade.

(Artikel vom 07.04.2005)