Kapelle in St. Sebald wieder eingeweiht
Kapelle in St. Sebald wieder eingeweiht
In der evangelischen Sebalduskirche in Nürnberg ist am Montag die historische Pfinzingkapelle wieder eingeweiht worden. In der Kapelle stehen das restauriertes Epitaph für Barbara Steinlinger aus dem Jahr 1473. Es ist der Rest eines Wandgemäldes, das auf Leinwand übertragen wurde und Jerusalem aus der Vogelperspektive darstellt. Es soll das älteste Jerusalem-Bild dieser Art in Mittelfranken sein, "wenn nicht das älteste überhaupt", sagte der Pfarrer von St. Sebaldus, Gerhard Schorr. Er freue sich, dass er "die Auferstehung" dieses durch Klimaschwankungen beschädigten Werkes, miterleben dürfe.
Michael Petzet, Denkmalpfleger der "Messerschmitt Stiftung", die die Restaurierung finanziert, wies daraufhin, "dass die Werke wieder da sind, wo sie hingehören". Zwei Studentinnen aus Hildesheim, Katia Mühlbach und Beatrix Zimmer, haben das Wandbild, das 2007 in der Garage des Pfarrhauses entdeckt worden war, untersucht und restauriert. Im Rahmen ihrer Masterarbeit sorgten sie in monatelanger akribischer Arbeit dafür, dass das historische Werk Touristen und Gottesdienstbesuchern zugänglich ist. Diese können in der Pfinzingkapelle nun auch einen sanierten gotischen Zielgiebel aus der früheren Kramerkapelle bewundern. (2084)


