Großstadtgemeinden holen Gemeindebriefpreise

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Großstadtgemeinden holen Gemeindebriefpreise

Stadtdekanin Kittelberger: Überzeugende Publikationen anbieten

Die Bedeutung der Gemeindebriefe als Mittel kirchlicher Informationsarbeit hat die Münchner Stadtdekanin und Landessynodale Barbara Kittelberger in einer Pressemitteilung am Mittwoch unterstrichen. Gerade Großstadt-Kirchengemeinden seien herausgefordert, "ihren Adressaten eine optisch und inhaltlich überzeugende Publikation anzubieten". Diese Herausforderung werde zunehmend erkannt und angenommen. Am Dienstag war auf der in Augsburg tagenden Landessynode der erstmals von der bayerischen Landeskirche ausgeschriebene Gemeindebriefpreis vergeben worden. Alle prämierten Gemeinden befinden sich in Städten, drei davon in München.

Der erste Preis, dotiert mit 500 Euro, ging an das Gemeindebriefteam der Stephanusgemeinde in München-Nymphenburg/Neuhausen, der zweite Preis, mit 300 Euro verbunden, an die Augsburger Gemeinde St. Ulrich. Auf den dritten Platz (200 Euro) setzte die Jury aus Journalisten und Medienexperten den gemeinsamen Gemeindebrief von Kapernaumkirche und Bethanienkirche im Münchner Nordwesten. Mit Sonderpreisen von je 100 Euro wurde das Team der Gustav-Adolf-Kirche in München-Ramersdorf und der Gemeindebrief St. Johannes in Hof ausgezeichnet.

Dass der Weg bis zur guten Lösung lang sein kann, zeigt das Beispiel der Stephanusgemeinde: Seit Anfang 2002 habe man intensiv in einer Arbeitsgruppe über die Kommunikation der Gemeindearbeit diskutiert und in mehreren Schritten ein Logo für die Gemeinde und ein neues Layout und ein inhaltliches Konzept für den Gemeindebrief entwickelt, erzählt Pfarrer Matthias Dörrich. Drei Nummern erscheinen jährlich und als Besonderheit hat das Heft einen großen Veranstaltungskalender zum Ausklappen. Stolz ist auch die Grafikerin Dorothee Rosemeier-Griesbeck, die zum Redaktionsteam um Pfarrer Hermann Bethke gehört: "Seit 25 Jahren arbeite ich im Grafikgewerbe und bekomme nun meine erste Auszeichnung für eine Arbeit, die ich weitgehend ehrenamtlich mache."

(Artikel vom 13.04.2005)