Mehr Kirchenmusik für Touristen und Kurgäste
Mehr Kirchenmusik für Touristen und Kurgäste
Landessynode beschließt Stellenplanung
Die bayerische Landeskirche baut ihr musikalisches Angebot für Touristen und Kurgäste aus. In Garmisch-Partenkirchen, im Allgäu, in Rotheburg, in mittelfränkischen und oberfränkischen Urlaubsregionen sollen nach einem Beschluss der Landessynode drei neue Kirchenmusiker-Stellen geschaffen werden. Außerdem soll die Kirchenmusik in den Kurorten Bad Füssing, Bad Griesbach, Bad Wörishofen und Bad Steben personell verstärkt werden.
Diese Zuwächse stehen jedoch einem Abbau an Kantoren und Organisten gegenüber, da die Landessynode im Zuge der kirchlichen Sparmaßnahmen ebenfalls beschlossen hat, die Stellen für Kirchenmusik von 110 auf 104 Stellen zu reduzieren. Gegenwärtig sind bereits 5,50 Stellen vakant. Wie das Kirchenparlament am Mittwochabend in Augsburg entschieden hat, sollen offene Stellen künftig zunächst nur intern ausgeschrieben werden. Mit diesem "Rotations-Prinzip" sollen die Stellen langfristig abgebaut werden. Der Landesverband evangelischer Kirchenmusiker hat sich gegen die Kürzungen ausgesprochen.
Insgesamt soll es - ähnlich wie bei den Pfarrerstellen - künftig mehr Kirchenmusiker in ländlichen Regionen geben. Denn im Gegensatz zu städtischen Gemeinden sind Kirchengemeinden in ländlichen Gebieten stark gewachsen. Dem Landesstellenplan zufolge sollen in München und Nürnberg insgesamt fast sechs Stellen abgebaut werden, in anderen Dekanatsbezirken soll es hingegen mehr Kooperationen geben.


