Bürgerbewegung für Menschenwürde zeichnete Schüler aus

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Bürgerbewegung für Menschenwürde zeichnete Schüler aus

Ansbacher Robert-Limpert-Preis belohnt Zivilcourage

Ein 16-jähriger Schüler aus Dinkelsbühl hat den Robert-Limpert-Preis der "Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken" bekommen. Kevin Stephan nahm einen somalischen Mitschüler in Schutz, der im Pausenhof angespuckt und tätlich angegriffen wurde. Seine Zivilcourage belohnte die Ansbacher Regionalgruppe der Bürgerbewegung am Montagabend in Ansbach mit 250 Euro Preisgeld.

Ebenso würdigte die Jury um den Ansbacher Schulamtsdirektor Heinz Kreiselmeyer die Dinkelsbühler Schülermitverwaltung, weil sie an ihrem Gymnasium am Nachmittag Jüngere betreut und damit eine Personallücke schließt, die sich nach der Einführung von G8 aufgetan hat. Auch zwei Ansbacher Schulklassen erhielten erste Preise: Eine Klasse des Platengymnasiums um Kunsterzieher Max Alfred Meyer für die Bildergeschichte "Der letzte Kriegstag in Ansbach" und eine Klasse der Weinbergschule um Lehrerin Sibylle Deffner für die Zeitzeugen-Dokumentation "Leben im Bombenkrieg".

Insgesamt wurden bei der nach 2002 dritten Verleihung des Robert-Limpert-Preises in der Ansbacher Karlshalle vor rund 200 Gästen zwölf Preise vergeben. Laut dem Sprecher der Bürgerbewegung, dem evangelischen Dekan im Ruhestand, Günther Zeilinger, bewarben sich 18 Initiativen, das sind doppelt so viele wie voriges Jahr. Turnusgemäß wird die Auszeichnung alle zwei Jahre verliehen. Aber wegen des Gedenkens an das Kriegsende vor 60 Jahren und an den 60. Todestag Robert Limperts trat die Jury außer der Reihe heuer zusammen.

Der Preis ist nach einem 19-jährigen Christen benannt, der in den letzten Kriegstagen die selbstzerstörerische Verteidigung Ansbach verhindern wollte und deshalb vom Kampfkommandanten am Rathaus erhängt wurde. Die "Bürgerbewegung für Menschenwürde in Mittelfranken" will mit der Preisvergabe couragiertes Handeln im Unterricht, im Schulleben und darüber hinaus stärken.

(Artikel vom 19.04.2005)