Landeskirche rechnet mit mehr Kirchensteuern
Landeskirche rechnet mit mehr Kirchensteuern
Landessynode muss über Haushalt entscheiden
Die bayerische evangelische Landeskirche erwartet einen leichten Zuwachs an Kirchensteuern. Im nächsten Jahr sei mit einer Steigerung von zwei Prozent auf rund 566 Millionen Euro zu rechnen, sagte der kirchliche Finanzchef, Oberkirchenrat Claus Meier, in einem epd-Gespräch im Vorfeld der Tagung der Landessynode in Rosenheim, die an diesem Sonntag (20. November) beginnt. Der laufende Haushalt für 2012, den das Kirchenparlament der rund 2,6 Millionen Protestanten in Bayern beschließen muss, liege bei insgesamt knapp 755 Millionen Euro.
Wie Meier erläuterte, geht mit 69 Prozent der Löwenanteil des Haushalts in den Personalbereich. Die Finanzierung der Pfarrstellen sei bis ins Jahr 2020 durch den Aufbau eines Fonds gesichert. Das gebe den 1.540 bayerischen Gemeinden Planungssicherheit, betonte der Finanzreferent.
Auch außerplanmäßige Erträge, wie etwa durch nicht vorhersehbare Steuer-Einnahmen, sollen den Gemeinden zugutekommen: Für die Sanierung der Kirchengebäude soll ein eigener Topf mit insgesamt 150 Millionen Euro angespart werden. Bereits im landeskirchlichen Haushalt 2012 seien dafür 50 Millionen Euro vorgesehen.
Den ordentlichen Etat ergänzt Meier zufolge ein "Investitionshaushalt", mit dem für die Kirche "zukunftssichernde Projekte" finanziert werden sollen. Als Beispiele nannte der Oberkirchenrat die Nürnberger Jugendkirche "Lux" und die Mitgliederbindung. Über die Finanzplanungen entscheidet die Landessynode auf ihrer Herbsttagung, die vom 20. bis 24. November in Rosenheim stattfindet. (2521)


