Größter CVJM in katholischer Stadt
Größter CVJM in katholischer Stadt
Christlicher Jugendverband feiert in Würzburg 100-jähriges Bestehen
Mit zahlreichen Aktionen feiert der CVJM Würzburg vom 5. bis 8. Mai sein 100-jähriges Bestehen. Er ist nach Angaben des Leitenden Sekretärs Rainer Hopper der größte deutsche CVJM in einer katholisch geprägten Stadt. Bis zu 500 Jugendliche besuchen jeden Monat die Veranstaltungen im eigenen Haus und in Kirchengemeinden. Vor allem Würzburger Kaufleute, darunter die Familien Kupsch und Severin, haben diese Entwicklung des "Christlichen Vereins Junger Männer" gefördert. Den Anstoß zur Gründung des christlichen Jugendverbands in der Domstadt hatte der evangelische Duisburger Wilhelm Neitsch gegeben.
Aus kleinen Anfängen in der Studierstube von Stadtvikar Gottfried Götz entwickelte sich rasch eine blühende Arbeit. 1911 konnte der Verein die erste hauptamtliche Kraft einstellen. Erster Weltkrieg und Nachkriegszeit brachten viel Unruhe, eine Abspaltung und einen Umzug. In der NS-Zeit war ab 1935 nur noch heimliche Arbeit möglich. Unvergessen ist in diesem Zusammenhang der damalige Leiter Oskar Zeiss.
Mit der Zerstörung Würzburgs verlor der Verein sein Domizil am heutigen Friedrich-Ebert-Ring. Der Weltbund YMCA half mit einem Holzhaus, das 1948 eingeweiht wurde. Schon damals kamen dem Verein die internationalen Verbindungen des heutigen CVJM-Ehrenpräses Hermann Kupsch zugute. 1965 wurde ebenfalls mit seiner Hilfe das heutige CVJM-Haus in der Stephanstraße fertig gestellt. Der CVJM öffnete sich nun auch für Mädchen geöffnet und benannte sich 1977 um in "Christlicher Verein Junger Menschen". Nach der Grenzöffnung 1989 wurden Kontakte nach Plauen und Suhl geknüpft.
Gewandelt hat sich auch die Ausrichtung in den vergangenen Jahren. Der CVJM Würzburg lege noch mehr Wert auf missionarische Arbeit und auf die Gemeinschaft der Mitarbeiter, so Hopper. Alle zwei Jahre werden Jugendliche zu großen Veranstaltungen wie "Jesus House" oder "Chance 21" eingeladen. Den eigentlichen Schwerpunkt aber bilde die überkonfessionelle Gruppenarbeit. "Diese sehen wir - gegen den Trend - als zukunftsweisend und als Rückhalt für CVJM und Kirche", betont Hopper, der im Sommer seinen Posten an den Münchner CVJM-Sekretär Otmar Strauss abgibt. (Weitere Informationen: www.cvjm-wuerzburg.de)


