Maifeiertag soll bunt statt braun werden
Maifeiertag soll bunt statt braun werden
Gewerkschaft, Stadt, Parteien und Kirchen demonstrieren gegen Rechtsextremisten
Der Nürnberger Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) hat die Bürger in Nürnberg und Umgebung dazu aufgerufen, an den Gegenkundgebungen zu der geplanten NPD-Demonstration am 1. Mai teilzunehmen. Notwendig sei ein "deutlicher Akt des überparteilichen Eintretens für Demokratie", sagte Maly am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Nürnberg. Er hoffe, dass viele Menschen zur klassischen DGB-Kundgebung am 1. Mai um 14 Uhr auf dem Kornmarkt kommen.
Die geplante NPD-Demonstration in der Frankenmetropole sei für die Israelitische Kultusgemeinde eine "Provokation", erklärte der Vorsitzende der Gemeinde, der SPD-Stadtrat Arno Hamburger. Die Kultusgemeinde unterstützt die Aktion "Bunt statt braun" daher ebenso wie die evangelische und die katholische Kirche, die CSU, FDP, Grüne und SPD sowie die Industrie- und Handelskammer, der Kreisjugendring, der Ausländerbeirat der Stadt und die Bürgerbewegung für Menschenwürde.
Bei der DGB-Kundgebung werden Sprecher aus Politik und Kirche erwartet, darunter Innenminister Günther Beckstein (CSU), der mittelfränkische DGB-Vorsitzende Stefan Doll, Oberbürgermeister Maly und für die Kirchen der ehemalige katholische Stadtdekan Theo Kellerer. Zur gleichen Zeit und nur wenige Hundert Meter entfernt, aber von der Polizei abgeschirmt, wollen sich neben der Lorenzkirche die rechtsextremistischen NPD-Leute versammeln.
Zum Tag der Arbeit findet in der evangelischen St. Sebalduskirche in Nürnberg um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst zum Thema Menschenwürde statt. Der evangelische Dekan von Nürnberg-Süd, Rainer Oechslen, wird bei der ersten Gegen-Kundgebung auf dem Kornmarkt gegen 11:15 Uhr sprechen.


