Jüdisches Museum dokumentiert Schicksale osteuropäischer Flüchtlinge

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Jüdisches Museum dokumentiert Schicksale osteuropäischer Flüchtlinge

Dem Schicksal von zehntausenden jüdischen Überlebenden der NS-Zeit und Flüchtlingen aus Osteuropa widmet sich eine Ausstellung im Jüdischen Museum München. Unter dem Titel "Von da und dort. Überlebende aus Osteuropa" in der Reihe "Juden 45/90" wird das Leben der "Displaced Persons" in der unmittelbaren Nachkriegszeit nachgezeichnet, wie das Museum am Montag mitteilte. Die Schau ist von Mittwoch (30. November) an bis 17. Juni 2012 zu sehen.

In neun Stationen werde das Leben der Betroffenen von der Befreiung bis zur Emigration nach Israel oder in andere Länder geschildert. Abhängig von der Besatzungspolitik der Alliierten, von Hilfsorganisationen und von internationalen politischen Entwicklungen hätten die jüdischen Flüchtlinge nicht gewusst, wie lange und unter welchen Bedingungen sie in den Lagern ausharren mussten.

In der zweiten Ausstellungsebene des Museums wird der Besucher in das DP-Lager Föhrenwald geführt, das sich in der heutigen Siedlung Waldram in München-Wolfratshausen befand, wie die Veranstalter weiter erklärten. Es bestand von 1945 bis 1957, länger als sämtliche anderen DP-Lager in Deutschland. Die Schau präsentiert Einblicke in das Lagerleben und zeichnet die Geschichten einzelner Familien nach. (2632)

(Artikel vom 28.11.2011)