"Deutsche Juden verlieren den Status von Exoten"
"Deutsche Juden verlieren den Status von Exoten"
Josef Schuster: Miteinander von Juden und Christen "auf solider Basis"
Das Miteinander von Juden und Christen in Deutschland steht nach Einschätzung von Josef Schuster, Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern (IKG), "auf solider Basis". Die Juden in Deutschland "verlieren zum Glück langsam den nicht erstrebenswerten Status der Exoten", schreibt Schuster in einem Beitrag zum 60. Jahrestag des Endes des Weltkrieges und der Befreiung der KZs in den vom Landeskirchenamt heraus gegebenen "Nachrichten der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern".
Eine "Erfolgsgeschichte" sei die Integration der jüdischen Zuwanderer aus Osteuropa. Sie seien inzwischen weitgehend integriert und "nicht wenige von ihnen haben nach qualifizierten Schul- und Universitätsabschlüssen hoffnungsvolle Karrieren begonnen", so Schuster. Ohne die Hilfe von Bund, Ländern und Kommunen wäre dies nicht möglich gewesen.
Christen und Juden sollten gemeinsam dem wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland entgegentreten, fordert Schuster. Wähler der NPD müssten offensiv auf die Folgen ihrer Stimmabgabe aufmerksam gemacht werden. "Niemandes Lage ist so hoffnungslos, dass er zwangsläufig eine Partei mit menschenverachtender Ideologie wählen muss", schreibt der IKG-Präsident.


