Landesbischof: München bietet für Ökumenischen Kirchentag "viele Chancen"
Landesbischof: München bietet für Ökumenischen Kirchentag "viele Chancen"
Endgültige Standort-Entscheidung erst am Freitag
Nach Ansicht des bayerischen evangelischen Landesbischofs Johannes Friedrich bietet die Stadt München für einen Ökumenischen Kirchentag im Jahr 2010 "viele Chancen". Die Landeshauptstadt habe mit ihrer "stark katholisch geprägten Kirche und einer selbstbewussten und klar ausgerichteten evangelischen Kirche einen guten ökumenischen Hintergrund" für ein solches Großereignis mit rund 200.000 Besuchern, sagte Friedrich auf epd-Anfrage am Mittwoch.
Sollten sich die zuständigen Gremien der katholischen und evangelischen Kirche, die ZdK-Vollversammlung sowie das Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages (DEKT), bei ihrer Sitzung am Freitag endgültig für den Standort München entscheiden, sei allerdings noch viel zu tun. Vor allem müsse die Finanzierung der mehrere Millionen teuren Veranstaltung geklärt werden, so Friedrich. Auch seien die Termine noch unsicher. Zur Diskussion stehen derzeit unter anderem der Zeitraum vom 2. bis 6. Juni oder vom 12. bis 16. Mai 2010.
Der Streit um das Gemeinsame Abendmahl, der den Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003 bestimmt habe, dürfe nicht zum Hauptthema werden, so Friedrich. Von einem Treffen in München erhoffe er sich vielmehr, mit der katholischen Kirche "intensive Gespräche über theologische Themen und strittige Fragen zu führen und sich einander weiter anzunähern", sagte Friedrich.
Auch der Pressesprecher des Erzbistums von München und Freising, Winfried Röhmel, äußerte sich positiv zum möglichen Standort München. Grundsätzlich seien ökumenische Aktivitäten und Initiativen wie der Ökumenischen Kirchentag "immer gut", sagte Röhmel. Auf Grund der neuen Situation durch die Papstwahl werde über die Planung oder eine Finanzierung allerdings erst nach einem endgültigen Beschluss gesprochen.


