Christlich geprägtes Rumänien wichtig für EU

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Christlich geprägtes Rumänien wichtig für EU

Metropolit: Viele Landsleute müssen noch Disziplin und Gesetzestreue lernen

Das christlich geprägte Rumänien kann nach Aussage des rumänisch-orthodoxen Metropoliten Serafim Joanta (Nürnberg) einen wichtigen Beitrag für den inneren Zusammenhalt der Europäischen Union leisten. Das überwiegend orthodoxe Rumänien bringe seine Kultur, die bis in die Antike zurück reiche, und den Glauben und die Spiritualität seiner Menschen ein, sagte der Metropolit für Deutschland, Zentral- und Nordeuropa nach seiner Rückkehr aus Brüssel, wo er an der Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrages für Rumänien und Bulgarien teilgenommen hatte, am Mittwoch gegenüber epd. Ein nur politisch und wirtschaftlich gemeinsames Europa sei zu wenig. Auch wenn Gott nicht explizit in der EU-Verfassung benannt werde, bleibe Europa doch "in seinem tiefsten Inneren christlich".

Nach 45 Jahren Kommunismus und 15 Jahren schmerzhafter Übergangsphase wachse nun die Hoffnung auf bessere Zeiten in Rumänien. Doch müssten viele Rumänen von Westeuropa "noch mehr Disziplin, Ernsthaftigkeit und Respekt gegenüber dem Gesetz lernen und mehr Solidarität und Engagement in der Gesellschaft zeigen", so Serafim Joanta. "Wir können jetzt aus der Isolation rauskommen und uns über unsere Identität als Europäer freuen", sagt der Metropolit. Der Beitrittsvertrag sieht vor, dass Rumänien und Bulgarien Anfang 2007 in die Europäische Union aufgenommen werden.

(Artikel vom 27.04.2005)