Landesbischof wirbt vehement für "ökologisches Wirtschaftswunder"
Landesbischof wirbt vehement für "ökologisches Wirtschaftswunder"
Der bayerische evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat sich erneut für einen verantwortlichen Umgang mit der Natur ausgesprochen. "Wir benötigen in Deutschland ein ökologisches Wirtschaftswunder" sagte der Bischof am Freitag im Münchner Presseclub. Jeder Mensch könne seinen Teil dazu beitragen, die Gesellschaft nachhaltig zu verändern. Bereits am Donnerstag bei der Klausurtagung der SPD-Landtagsfraktion im Kloster Irsee hatte Bedford-Strohm zum Mitmachen bei der ökologischen Wende aufgerufen.
Der ökologische Umbau müsse auf allen Ebenen erfolgen, forderte der Landesbischof. Jeder Mensch müsse sich täglich kritisch fragen, was er einkaufe und wie er mit Konsum umgehe. Unternehmen und Organisationen müssten Ökologie und Nachhaltigkeit zum "Bestandteil der Unternehmenspolitik" machen. Wachstum werde dort benötigt, wo damit ein unnötiger Ressourcenverbrauch verringert werden könne.
Die Politik sei gefordert, mit Gesetzen entsprechende Rahmenbedingungen und Anreize für den Umbau der Gesellschaft zu schaffen. "Wir müssen Unternehmen belohnen, die sich ökologisch verhalten", sagte der Bischof. Außerdem müsse es einen gesellschaftlichen Konsens darüber geben, was in Bezug auf einen ökologischen Umgang mit der Natur als "anständig und normal" gelte.
"Die Kirche steht im Bereich Ökologie auch in der Pflicht", betonte Bedford-Strohm. Daher habe die Landeskirche beschlossen, rund 25 Millionen Euro in die energetische Sanierung der Pfarrhäuser zu investieren. Weitere Anstrengungen seien notwendig. "Wir haben eine Verantwortung für die Zukunft unserer Welt, die wir nicht delegieren können", betonte der Bischof. (0080)


