Ökumenischer Pilgerweg an Pfingsten

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Ökumenischer Pilgerweg an Pfingsten

Nach Gottesdienstverbot wandern Katholiken und Protestanten gemeinsam

Als "pilgerndes Gottesvolk" sind Christen des Ökumenischen Zentrums Würzburg-Lengfeld am Pfingstsamstag (14. Mai) unterwegs. Von der Benediktinerabtei im unterfränkischen Münsterschwarzach wandern sie zur evangelischen Ordensgemeinschaft Communität Casteller Ring auf den Schwanberg. Ziel seien damit zwei Orte Mainfrankens, die sich für Menschen als "Quellen der Kraft" erwiesen hätten, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Auch wolle man "Spuren der Gegenwart Gottes in der Natur" suchen.

Der ökumenische Pilgerweg findet zum siebten Mal statt. Die beiden Kirchengemeinden entwickelten diese Form der Gemeinsamkeit, nachdem 1998 ein von ihnen geplanter ökumenischer Gottesdienst am Pfingstmontag am Einspruch des Würzburger Generalvikars Karl Hillenbrand gescheitert war. Seitdem gab es im Bistum Würzburg keine Versuche dieser Art mehr.

Während das Zentralkomitee der deutschen Katholiken dazu aufgerufen hat, den Pfingstmontag verstärkt für ökumenische Gottesdienste zu nutzen, steht die katholische Deutsche Bischofskonferenz solchen Plänen ablehnend gegenüber. Der evangelische bayerische Landesbischof Johannes Friedrich bedauert diese Haltung. Pfingsten als "Geburtstag der Kirche" und Fest der Einheit eigne sich besonders für gemeinsame Gottesdienste, betonte er. Er halte an seinem Vorschlag fest, den Pfingstmontag in Deutschland als "Feiertag der Ökumene" zu begehen.

(Artikel vom 28.04.2005)