Präventionskurse gegen Gewalt an niederbayerischen Schulen

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Präventionskurse gegen Gewalt an niederbayerischen Schulen

Um Konflikte, Gewalt und Mobbing in Schulen zu vermeiden, starten die Dominik-Brunner-Stiftung und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) gemeinsam Präventionskurse. Unter dem Motto "Pack ma's" will das Projekt für Lehrer dazu beitragen, dass es in Schulen friedlich zugeht und Lehrkräfte in Konfliktfällen gezielt eingreifen können. Wie die Dominik-Brunner-Stiftung am Mittwoch in Neufahrn mitteilte, beginnt der erste Kurs an diesem Freitag (27. Januar) in Ergoldsbach. Geplant sei ein flächendeckendes Angebot für Schulen in ganz Niederbayern.

Die bewährten Präventionskurse "Pack ma's" hat die Münchner Polizei entwickelt. Sie sollen künftig kontinuierlich und langfristig für Lehrkräfte angeboten werden. Die Dominik-Brunner-Stiftung übernimmt die Kursgebühren für die Teilnehmer, der BLLV will das Angebot bekannter machen und die Termine koordinieren. Gemeinsam will man die Kursangebote zu Zivilcourage und Gewaltprävention langfristig in den Schulen verankern. Bisher fanden den Angaben nach immer wieder einzelne Projekttage und Kurse statt.

Von jeder Schule sollen vier bis sechs Lehrkräfte an der Fortbildung teilnehmen und anschließend die Thematik den Schulklassen näherbringen. "Dadurch erhalten bei relativ überschaubaren Kosten genug Lehrkräfte einer Schule das Know-how, ein friedliches Miteinander zu fördern", erklärte der Geschäftsführer des BLLV Niederbayern, Sebastian Hutzenthaler.

Die Dominik-Brunner-Stiftung wurde nach dem gewaltsamen Tod des Geschäftsmannes Dominik Brunner (49) aus Ergoldsbach gegründet. Er war im September 2009 von zwei Jugendlichen am Münchner S-Bahnhof Solln zu Tode geprügelt worden, weil er zuvor Schüler vor Bedrohungen der beiden jungen Männer beschützt hatte. Die Tat löste eine bundesweite Debatte um Zivilcourage aus. (0188)

(Artikel vom 25.01.2012)