Die zerbrochenen Träume der Marilyn Monroe
Seit einem halben Jahrhundert ist sie tot und doch immer noch so lebendig: Marilyn Monroe bleibt Ikone, Medienstar und Kunstfigur. Die Abteilung für Christliche Publizistik der Universität Erlangen widmet ihr nun eine Ausstellung mit dem Titel "Marilyn Monroe. Der Atem Gottes trocknet dir den Nagellack". Die Schau wird am Sonntag (29. Januar, 11.30 Uhr) in der Villa an der Schwabach in Erlangen eröffnet. Wie Hans Jürgen Luibl, Dozent der Christlichen Publizistik, am Mittwoch dem epd mitteilte, hat man die Ausstellung wegen des erwarteten Besucherandrangs auf zwei Räume verteilt.
Ausgestellt werden die Ergebnisse des Ideenwettbewerbs "Broken Dreams", der von Studenten der Christlichen Publizistik ins Leben gerufen wurde. Darunter seien unter anderem Werke, die Medien und Religion zum Inhalt haben. Gezeigt werden auch Lady Diana und Mutter Theresa als Ikonen und eine Bildwand, auf der sich Studentinnen als Marilyn Monroe in Szene gesetzt haben, so Luibl. Man betone besonders die Spannung zwischen Monroes Aufstieg zum Medienstar, ihren Fall und Tod und die heutige Verehrung als Kultfigur.
Gerade eine Moderne, die so rational und durchgestylt auf Erfolg aus ist, brauche Geschichten von Menschen, die beides haben: das Besondere, das über alles hinausstrahlt, und die Gebrochenheit, sagte Hans Jürgen Luibl, Dozent des Seminars "Marilyn Monroe - postmoderne Kultfigur", aus dem der Wettbewerb hervorging. Mitgetragen wird das Projekt von "bildung evangelisch" sowie von dem Erlanger Kunstpalais. (0190)