Bayern soll Naturkundemuseum bekommen
Bayern soll Naturkundemuseum bekommen
Im Münchner Schloss Nymphenburg soll ein Naturkundemuseum entstehen. Damit sollen die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayern ein "zentrales Schaufenster für Ausstellungen bekommen", wie der bayerische Kunstminister Wolfgang Heubisch (CSU) am Donnerstag in München anlässlich der Gründung des Förderkreises Naturkundemuseum Bayern erklärte.
"Wir brauchen ein größeres Museum, das seinem Bildungsauftrag besser gerecht werden kann und die Begeisterung für die Naturwissenschaften fördert", sagte Heubisch. In dem neuen Museum könnten endlich die Schätze aus den Depots präsentiert werden. In den Sammlungen lägen über 30 Millionen Objekte. Dazu gehörten etwa ein 30 Meter langes Saurier-Skelett oder die weltweit größte Schmetterlingssammlung.
Für das Naturkundemuseum soll das bereits bestehende Museum "Mensch und Natur" im Nordflügel des Schlosses ausgebaut und erweitert werden. Möglich wird dies, weil zwei Einrichtungen der Universität, die sich im angrenzenden Gebäude befinden, nach Martinsried verlegt werden. Erste Vorplanungen für das neue Museum seien bereits abgeschlossen, erklärte Heubisch. Die Baukosten seien mit 70 Millionen Euro angesetzt. Der Architekten-Wettbewerb solle noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden.
Wie Auguste Prinzessin zur Lippe, Vorstandsvorsitzende des Förderkreises Naturkundemuseum Bayern, erklärte, soll das Museum dazu beitragen, die "Jugend an die Natur heranzuführen, die Neugier für die Naturforschung zu wecken und so früh wie möglich zu begeistern für Natur und Wissenschaft". Gleichzeitig könne das Museum darauf hinwirken, Kinder von klein auf zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu erziehen. Zusammen mit dem Schlosspark Nymphenburg und dem anliegenden Botanischen Garten soll mit dem Naturkundemuseum eine "Natur- und Kulturmeile" entwickelt werden.
Der Förderkreis hat sich zum Ziel gesetzt, bis Jahresende rund 600.000 Euro für den Architekten-Wettbewerb einzuwerben. Eine Fördermitgliedschaft gibt es ab hundert Euro, für eine Partnerschaft müssen tausend Euro gezahlt werden. (0209)


