Chinesischer Drache gegen "unzumutbare Arbeitsbedingungen"

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Chinesischer Drache gegen "unzumutbare Arbeitsbedingungen"

Das Bündnis "Fair Toys" plant während der Internationalen Spielwarenmesse am kommenden Freitag (3. Februar) in Nürnberg eine Protestaktion gegen "unzumutbare Arbeitsbedingungen" bei chinesischen Spielzeugherstellern. Wie die evangelische Entwicklungsarbeit "MissionEine Welt", die zu "Fair Toys" gehört, am Montag mitteilte, wird am Morgen in der U-Bahn ein chinesischer Drache das Ende von Arbeitsrechtsverletzungen fordern.

Trotz jahrelanger Bemühungen des Internationalen Spielwarenverbands gebe es in chinesischen Fabriken immer noch überlange Arbeitszeiten, mangelhaften Arbeitsschutz, fehlende Arbeitsverträge, verspätete Lohnzahlungen und schmutzige Unterkünfte, kritisierte "MissionEine Welt". Das Bündnis "Fair Toys" verlange schon seit Jahren, Spielzeug menschenwürdig herzustellen.

Das Nürnberger Bündnis "Fair Toys" wird außerdem getragen vom Nürnberger Menschenrechtszentrum, dem Bund der katholischen Jugend und der christlichen Initiative Romero. Bei der Nürnberger Spielwarenmessen werden laut Messestatistik 235 chinesische Firmen vertreten sein. Damit ist China das Land mit den meisten Ausstellern nach Deutschland. (0239)

(Artikel vom 30.01.2012)