Grüne fordern Aufklärung über Suizid von Asylbewerber in Würzburg

Meldung lang | epd - Landesdienst Bayern

Grüne fordern Aufklärung über Suizid von Asylbewerber in Würzburg

Nach dem Suizid eines Asylbewerbers in der Gemeinschaftsunterkunft in Würzburg fordert die Grünen-Landtagsfraktion Aufklärung über die medizinische Versorgung und Behandlung des Mannes. Der 29 Jahre alte Iraner hatte sich in der Nacht zum vergangenen Sonntag das Leben genommen. Die Grünen fordern die Regierung auf, im Sozialausschuss des Landtags zu berichten, wie in der Gemeinschaftsunterkunft auf die Selbstmordgefährdung des Mannes reagiert worden sein, teilte die Landtagsfraktion am Donnerstag in München mit

"Wie konnte es sein, dass mehrere Alarmzeichen offenbar nicht erkannt wurden", fragte die Grünen-Asylpolitikerin Renate Ackermann. Es sei wohl schon in der Erstaufnahmeeinrichtung Zirndorf ein problematischer Gesundheitszustand festgestellt worden, erläuterte sie. Während einer stationären Behandlung im Dezember 2011 habe er laut einer ärztlichen Bescheinigung Suizidgedanken geäußert. Geklärt werden müsse auch, welche Behörden aus welchen Gründen den Wunsch des jungen Mannes ablehnten, bei seiner Schwester in Köln zu leben. Sowohl ehrenamtliche Helfer als auch Ärzte hätten einen Transfer nach Köln befürwortet. (0273)

(Artikel vom 02.02.2012)