Exerzitien im Alltag erstmals auch für Blinde

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Exerzitien im Alltag erstmals auch für Blinde

Exerzitien im Alltag während der Fastenzeit gibt es in München erstmals auch für blinde und sehbehinderte Menschen: Die Anleitungen zu den täglichen geistlichen Übungen seien nun auf einer sogenannten DAISY-CD verfügbar - ein speziell für Blinde entwickeltes Audio-Format, wie die bayerische Landeskirche am Dienstag mitteilte. In der evangelischen Himmelfahrtskirche in München-Sendling wird zudem eine ökumenische Exerzitiengruppe speziell für Blinde und Sehbehinderte angeboten.

Die Exerzitien im Alltag des evangelischen Dekanats München und des Erzbistums München stehen in diesem Jahr unter dem Motto "Das Leben ins Gebet nehmen", rund 300 kirchliche Einrichtungen in Oberbayern nehmen an der Aktion teil. Das Motto soll den Reichtum der möglichen Gebetsformen verdeutlichen wie Psalm, Schweigegebet, Klage oder Jubel, wie die Landeskirche weiter mitteilte. Die Teilnehmer können dabei Gebet als konstruktive Auseinandersetzung mit Gott und sich selbst erleben oder Jesus als Begleiter im Gebet entdecken. "

"Es gibt kein Patentrezept zum Beten", betonte der Leiter der Seelsorge im Ordinariat, Monsignore Thomas Schlichting. Vielmehr gehe es darum, die eigenen Gebetserfahrungen zu reflektieren und das Gebet als Kraftquelle für den Alltag zu entdecken.

Mehrere Tausend Menschen nehmen nach Angaben der Landeskirche jedes Jahr in der Fastenzeit an den Exerzitien im Alltag teil. Die Teilnehmer gehen dabei ihrer üblichen Alltagsbeschäftigung nach und nehmen sich täglich Zeit für Gebet, Besinnung und meditative Übungen. Impulse dazu erhalten sie bei wöchentlichen Treffen in ihren Kirchengemeinden, bei denen sie ihre Erfahrungen austauschen. Begleitet werden die Exerzitien von Priestern, Seelsorgern und ehrenamtlichen Mitarbeitern. (0378)

(Artikel vom 14.02.2012)