DBK-Bereichsleiter: Medienarbeit ist für Kirche unverzichtbar

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DBK-Bereichsleiter: Medienarbeit ist für Kirche unverzichtbar

Medienarbeit ist nach Ansicht von Matthias Meyer von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) "kein Randbereich kirchlicher Aktivitäten", auf den man auch verzichten könne. Es gehe vielmehr um Kernbereiche des kirchlichen Auftrags, sagte der Bereichsleiter "Kirche und Gesellschaft" im Sekretariat der DBK: "Es geht um Verkündigung!" Neue technische Möglichkeiten machten es unabdingbar, die "kirchliche Medienarbeit neu aufzustellen", sagte er bei der Verabschiedung des Bereichsleiters Medien im Bistum Würzburg, Karl-Peter Büttner.

Es geht zunächst einmal darum, "den Glauben in einer verständlichen, mediengerechten Sprache zu vermitteln", sagte Meyer. Zugleich sei die kirchliche Medienarbeit keine Einbahnstraße, die Kirche sei dabei nicht nur Sender, sondern auch Empfänger: "Über die Medien erhält die Kirche ein Bild der Zeit und der aktuellen Sorgen der Menschen." Deshalb seien die Interessen der Kirche auch nicht nur auf die eigenen Medien gerichtet, sie setze sich außerdem dafür ein, dass die Medien eine dem Menschen und dem Gemeinwohl dienende Funktion erfüllen.

Diese anwaltliche Funktion sei "ein Wesensmerkmal von Kirche", sagte Meyer. Sie nehme diese etwa durch kritische Begleitung, die Ausbildung von Journalisten oder die Vermittlung von Medienkompetenz wahr. Auch soziale Netzwerke beeinflussten inzwischen die kirchliche Medienarbeit: "Die Generation Facebook wird auch in der kirchlichen Kommunikation ihre Spuren hinterlassen." Dies seien aber keine Herausforderungen, vor denen man sich fürchten müsse, sagte Meyer. Soziale Netzwerke seien Kommunikationswege, die auch Positives bewirken könnten.

Meyer stellte außerdem zwei "klare Stoßrichtungen" in der katholischen Medienarbeit in den vergangenen Jahren heraus: Die "Bündelung und Optimierung" der bestehenden Medienaktivitäten und die Etablierung neuer Medienangebote. Sichtbare Auswirkungen der Konzentration sei beispielsweise im vergangenen Jahr die Zusammenführung von KNA, katholisch.de und anderer Redaktionen im "katholischen Medienhaus" in Bonn gewesen, um crossmediale Strategien angemessen zu verfolgen. (0395)

(Artikel vom 16.02.2012)