Evangelischer Presseverband für Bayern e.V.

Filmbeitrag: Funkstille

Bild zum FilmbeitragWenn sich Eltern von ihren Kindern oder Kinder von ihren Eltern lossagen, verstößt das gegen eine Art Lebensgesetz. Von Freunden, Geschäfts- oder Ehepartnern kann man sich trennen, aber doch nicht von Mama, Papa, Sohn oder Tochter! Vater und Mutter sind zu „ehren“, so steht es in der Bibel, und „Blut ist bekanntlich dicker als Wasser“. Ein Kontaktabbruch gilt - unabhängig davon, was eventuell vorgefallen ist - als Versagen.

Michaela, 44, hat seit 2001 keinen Kontakt zur Mutter. Zu viele Verletzungen gab es, über die die Mutter nicht sprechen konnte oder wollte. Obwohl Michaela heute ganz gut mit der Situation zurecht kommt, bleibt doch ein tiefer Schmerz.

Chris, 37, hat einige Zeit mit dem Gedanken gespielt, den Kontakt zu seinen Eltern einzustellen. Viele Jahre litt er darunter, dass er sich nie wirklich geliebt fühlte. Dann entschied er sich ganz bewusst dafür, auf seine Eltern zuzugehen und seine Probleme offensiv anzusprechen. Heute ist der Vater von zwei Kindern froh, dass er diesen Schritt getan hat.

Die Nürnberger Seelsorgerin und evangelische Pfarrerin Barbara Hauck weiß, wie schmerzvoll ein Kontaktabbruch in der Familie sein kann. Welche Hilfsmöglichkeiten es gibt, darüber hinwegzukommen, davon erzählt sie „Lebensformen“- Moderatorin Christine Büttner im Studio. Die Filmbeiträge sind von Stephanie Schmelcher-Mändle.

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